Stell dir eine Bühne auf einer Handwerksmesse vor. Oder eine Bühne auf einem großen Handwerksevent / Kongress. Oder eine Bühne bei einem Vortrag in der Handwerkskammer / Innung. Oder eine Bühne online bei einem Webinar / einer Masterclass.
Dort würde ich folgenden Vortrag halten:
Wisst ihr warum ich hier oben stehen und ihr da unten auf euren Stühlen im Zuschauerbereich sitzt? Damit ihr mich hier oben gut sehen und verstehen könnt. Deswegen bin ich ausgeleuchtet und spreche in ein Mikrofon.
Fakt ist aber, dass es eigentlich nicht um mich geht, sondern um euch: das Publikum, die Zuhörerschaft. Ohne euch, würde mein Vortrag gar nicht funktionieren. Und gerade speziell ihr als Publikum, die unter euch viele Handwerker:innen und Menschen sind, die mit Handwerk verbunden sind, um euch geht es. Und nur mal so nebenbei: Gibt es Menschen, die nicht mit dem Handwerk verbunden sind? Nein, denn es ist die Basis von uns allen. Wie die Bühne ohne das Publikum / die Zuhörerschaft nicht funktioniert, so funktioniert Leben ohne Handwerk auch nicht!
Ich halte diesen Vortrag, weil ich fest daran glaube, dass es möglich ist Handwerk schon den jüngsten Generationen spielerisch näher bringen zu können. Denn gerade im Kindesalter entstehen lebenslange Prägungen und Eindrücke.
Mit diesem Kartenspiel, ähnlich eines Memories, führen wir die Kids mit Leichtigkeit, Spaß und auch erstes Wissen zum Handwerk hin. So fördern wir außerdem eine Basis für eine Gemeinschaft und ein soziales Miteinander abseits des Bildschirms. Gleichzeitig können wir anhand eines solchen Kartenspiels Konzentration, Fokus und Erinnerungsvermögen trainieren. Zudem findet eine positive Prägung auch auf der Gefühlsebene im Bezug auf Handwerk statt.

Wir dürfen uns nicht darauf verlassen oder hoffen, dass junge Menschen mit 15 / 16 Jahren plötzlich eine Eingebung bekommen und Handwerk geil, supernice, mega, krass, cool, genial zu finden. Wir dürfen es ihnen schon wortwörtlich von Kindesbeinen an mit auf ihren Weg geben, damit der ein oder die andere auch den Weg in Richtung Handwerk mit Freude gehen wird.
Denn, und das möchte ich jetzt zum Schluss noch hinzufügen: HANDWERK ist nicht die schlechte Alternative zu einem Studium. Das aber ist nochmal ein Thema für einen weiteren Vortrag!
Probieren (machen) geht über studieren.
Die Antje, die es mal anders anpackt.
P.S.: Spielst du schon das Kartenspiel? Hier findest du ein paar gute Tipps dazu.


